Hundeernährung
Die Lebensqualität aller Lebewesen ist sehr stark von der Qualität
ihrer Lebensmittel abhängig.
Wir Menschen können selbst wählen, wie wir uns ernähren wollen,
aber unsere Hunde sind von unserer Entscheidung abhängig. Es gibt einerseits
die Möglichkeit, Fertigfutter in Form von Dosenfutter oder Trockenfutter
zu geben. Dabei sollten Sie aber einiges beachten, denn die Qualitätsunterschiede
sind sehr groß und aufgrund der Konservierung sollten Sie das Fertigfutter
mit Nahrungszusätzen ergänzen (mehr Informationen zum
Fertigfutter).
Alternativ können Sie das Futter für den Hund selbst zusammenzustellen.
Dadurch sind Sie sich sicher, dass Ihr Hund die Nährstoffe in der Frische
erhält, die er braucht. Futter frisch für Ihren Hund zu bereiten,
ist nicht aufwendig (mehr Informationen zum
selbst zusammengestellten Futter).
Welches Futter der Hund am besten verträgt und welches er benötigt,
um ein gesundes und langes Leben zu haben, lernen wir am besten, wenn wir uns
damit beschäftigen, wie sich der Hund, bzw. seine Vorfahren in der Natur
ernährt haben und wie seine Futterverwertung aussieht
(mehr Informationen zur
Ernährung der Vorfahren des Hundes).
Fertigfutter
Fertigfutter wird aus Bequemlichkeitsgründen leider sehr häufig als
Futter verwendet. Die Unterschiede in der Qualität sind gewaltig. Wenn
Sie Fertigfutter dauerhaft geben, sollten Sie einerseits darauf achten, daß
das Futter alle für eine gesunde Ernährung erforderlichen Inhaltsstoffe
besitzt. Andererseits spielt die Konservierung bei Fertigfutter eine sehr große
Rolle. Da dieses Futter zwischen 6 Monaten und manchmal zwei Jahren haltbar
sein soll, muß es unter anderem durch Erhitzen konserviert werden, was
erwiesenermaßen viele Inhaltsstoffe weniger wertvoll macht und in Einzelfällen
können sich manche sogar gesundheitsschädlich verändern.
Hitze zerstört Enzyme (die den Stoffwechsel steuern), lebenswichtige Aminosäuren,
Vitamine und Mineralstoffe. Im Vergleich zur Frischkost fehlt ihm die Vitalkraft
frischer Lebensmittel.
Um einen möglichen Mangel auszugleichen, sollten Sie Ihr Fertigfutter
mit chemisch reinen Vitaminen, essentiellen Fettsäuren und Mineralstoffen
anreichern. Da überhitzte Fette die Immunabwehr schwächen können,
sollten Sie auch zur Stärkung der Immunabwehr entsprechende Futterzusätze
beigeben.
Der Anteil von Getreide im Fertigfutter sollte so niedrig wie möglich
sein, da der Bedarf gering ist und die Verwertung auch nur möglich ist,
wenn das Getreide hoch erhitzt wurde.
Viele Hundehalter kommen von sich aus zunächst gar nicht auf die Idee,
ihren Hund mit etwas anderem zu füttern als mit Fertigfutter. Erst wenn
etwa bei ernährungsbedingten Erkrankungen, Allergien oder sonstigen Unverträglichkeiten
vom Arzt zu einer Futterumstellung geraten wird, versuchen manche Hundebesitzer
sich auch über Alternativen zu informieren. Die beste Alternative ist,
das Futter selbst zusammenzustellen. Dadurch sind Sie sich sicher, dass Ihr
Hund die Nährstoffe in der Frische erhält, die er braucht.
zurück zur Übersicht
Die Ernährung der Vorfahren des Hundes in freier Wildbahn
Der Hund gehört zur Gruppe der Carnivoren (Fleischfresser) und dort zu
den Caniden (Hundeartigen). Er lebt seit Jahrtausenden als domestizierter Beutegreifer
mit dem Menschen in einer mehr oder weniger engen Sozialgemeinschaft. Der Wolf
ist die Wildform unseres Hundes, der in seinen sozialen Mechanismen, aber vor
allem in seinem Nahrungsbedürfnis größtenteils ein Wolf geblieben
ist. Man sieht es an seiner körperlichen "Ausstattung". Sein
Gebiss ist das eines Beutegreifers.
Ferner hat unser Hund den kurzen Verdauungsweg eines Aasfressers und seine Magensäure
ist zehnmal so scharf wie die eines Pflanzenfressers. Das versetzt ihn in die
Lage auch mit Bakterien fertig zu werden, wenn sein Verdauungssystem noch gesund
und nicht durch Fehlernährung geschädigt ist. Aufgrund dieser körperlichen
Gegebenheiten könnte er also wie der Wolf oder der Wildhund, ein seiner
Größe entsprechendes Beutetier mit Haut und Haaren/Federn und Knochen
zerkleinern und verdauen. In der Natur frisst ein Canide als Beutegreifer das
gesamte Beutetier. Er lebt von Würmern, Insekten, Fischen, Mäusen,
Rehen, Lämmern bis hin zum Großwild. Die Beute wird fast vollständig
gefressen, bis auf wenige, schwerverdauliche Teile.
Das Fleisch liefert Eiweiß und Fett, aus dem Skelett holt er sich Kalzium,
aus dem Blut Natrium, fettlösliche Vitamine aus Leber und Niere, wasserlösliche
Vitamine aus Darm und Darminhalt, essentielle Fettsäuren aus dem Körperfett
und pflanzliche Ballaststoffe aus dem Darminhalt der erjagten Pflanzenfresser.
Darüber hinaus frisst der Wolf oder der Wildhund in wechselnden Mengen
auch pflanzliches Material: Früchte, Gräser, Wurzeln, Blätter,
auch Exkremente anderer Tiere und sonstige Abfälle.
Getreide spielt bei ihm als Futter eine untergeordnete Rolle. Wie bereits oben
beschrieben, ist sein Verdauungstrakt und Gebiss nicht für dieses Futter
ausgelegt.
Achten Sie bei der Fütterung auf das Gewicht Ihres Hundes.
Übergewicht
belastet Ihr Tier sehr, erhöht die Krankheitsanfälligkeit und verringert
in der Regel das mögliche Lebensalter.
zurück zur Übersicht
Produkte zur Hundeernährung
Informationen und Produkte zum
Barfen.
Vitamine zur Stärkung des Immunsystems und für den Zellaufbau.
Hilfe und Informationen zur gesunden und richtigen
Ernährung.
Lachsöl für einen optimalen Anteil ungesättigter Fettsäuren.