Katzenkrankheiten
Woran sind Veränderungen bei erkrankten Katzen festzustellen?
Grundsätzlich gilt: Alles, was anders ist, sollte näher
untersucht werden! Trauriges, unlustiges, mürrisches
oder übellauniges Benehmen kann ein Anzeichen sein.
Genauso wie Schreckhaftigkeit,
hochgradige Unruhe, planloses hin- und herlaufen,
ängstliche Gebärden,
Benommenheit, Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt,
ausdrucksloser Blick, Schlafsucht,
vorübergehende Bewusstseinsstörung (Schwindelanfälle
und Ohnmacht) und andere Veränderungen.
Neben diesen unspezifischen Anzeichen gibt es natürlich
auch spezielle organbezogene Veränderungen an
Körperbau,
Schleimhäuten und Haut,
Augen,
Ohren,
Zähne,
Pfoten,
Kreislauf,
Urin und
Kot.
Körperbau
Sichtbare Formveränderungen des Knochengerüstes (bei Brüchen oder
falscher Lagerung) sollten Sie behandeln lassen, genauso wie eine Verschlechterung
des Ernährungszustandes (Abmagerung oder auch Übergewicht), Haarausfall,
stumpfes oder glanzloses Haarkleid. Diese Veränderungen können erste
Anzeichen von Tumoren oder Mangelernährung sein.
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Schleimhäute und Haut
Nachfolgende Veränderungen der Haut oder Schleimhäute sollten Sie bemerken und entsprechende Massnahmen veranlassen, bzw. den Tierarzt aufsuchen: Auffallend
blasse oder anderweitige Verfärbung der sichtbaren Schleimhäute (wie
Augenbindehaut oder innere Schleimhaut des Mauls), Haut der innereren Schenkelflächen
und des Bauches, trockene, harte, heiße oder kalte Haut, übler Geruch
der Hautausdünstung oder blasse schmerzunempfindliche, manchmal teigige Anschwellung
der Haut.
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Kreislauf
Die Normaltemperatur einer Katze liegt zwischen 37,8 und 39,2 Grad Celsius. Am besten messen Sie die Temperatur mit einem speziellen
Thermometer im After. Eiterungsprozesse, Infektionen, Quetschungen und Verletzungen sind oft Ursache von Fieber.
Der Puls beträgt bei Katzen 108 bis 132 Schläge/Minute, bei Aufregung kann der Puls bis zu 200 Schläge/Minute betragen.
Fühlen können Sie den Puls an der Innenseite des Oberschenkels.
Eine Katze atmet 20 bis 30 Mal im Ruhezustand.
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Urin
Der Urin muß bei der Abgabe strahlen, nicht tröpfeln. Die Farbe soll hellgelb bis dunkelgelb sein. Durch
regelmäßige Analyse des Urins kann man bereits frühzeitig viele organische Erkrankungen feststellen,
bevor Dauerschädigungen aufgetreten sind. Dazu gibt es spezielle Urintests für den Katzenhalter.
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Kot
Der Kot der Katze sollte in festen, kompakten, nicht zu harten Würstchen
abgesetzt werden. Bei länger anhaltendem Durchfall, auch in Verbindung mit
Blut im Stuhl, Erbrechen oder Fieber suchen Sie unbedingt den Tierarzt auf! Überlegen
Sie bei Durchfall ohne Blut und Fieber ob Ihre Fütterung den Durchfall verursacht
hat. Mehr dazu erfahren Sie bei uns unter der Rubrik
gesunde Ernährung.
Bei erheblicher Verstopfung, bei der Ihre Katze kein Kot mehr absetzen kann, sollten Sie sofort den Tierarzt aufsuchen,
damit er die Verstopfung beseitigt.
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